Hauptmenü

Online
Aktuell 2 Gäste und 0 registrierte Benutzer online.

Anmeldung


Was ist eigentlich Studentenreiterei???

Studentenreitgruppen gibt es in ungefähr 50 deutschen Universitätsstädten in Deutschland, wobei die Wurzeln über 300 Jahre zurück reichen. Damals wurden an den Universitäten erstmals Reitschulen gegründet und die Studentenreiterei war geboren. Jede Uni hatte ihren eigenen Stallmeister, der ein fester und geachteter Bestandteil dieser Lehranstalt war.
1929 wurde in der Berlin dann der Akademische Reiterbund e.V. gegründet, der jedoch im Dritten Reich wieder aufgelöst wurde. Hieraus entstand im Jahre 1954 der Deutsche Akademische Reiterverband (DAR). Bereits 1953 fanden die ersten Nachkriegs- Deutschen-Hochschulmeisterschaften (DHM) in Bonn statt und 1969 wurde dann schliesslich das erste internationale Studentenreitturnier ausgetragen.
Seitdem finden ausserhalb der regulären Turniersaison (Herbst bis Frühling) Studentenreitturniere in ganz Deutschland statt, deren kröhnender Abschluss jedes Jahr die DHM ist.
Hier starteten schon Persönlichkeiten wie Isabell Werth, Karsten Huck, Sven G. Rothenberger, Gina Capellmann, um nur einige zu nennen.
Die Besonderheit an diesen Studententurnieren besteht darin, dass man auf fremden, von der veranstaltenden Reitgruppe gestellten Pferden die Möglichkeit hat, an einem Turnier teilzunehmen. Dies erhöht die Chancengleichheit und nicht nur für Studenten mit eigenen Pferden ist die Teilnahme an der Studentenreitturnieren möglich!!
Das gesamte Turnier wird von der einladenden Reitgruppe, inklusive Essen, Party und Übernachtungsmöglichkeit organisiert.
Die Reiter der verschiedenen angereisten Reitgruppen starten im K.o.-System gegeneinander, wobei der Fairness halber die veranstaltende Gruppe nicht startberechtigt ist.
Je drei Reiter pro Reitgruppe starten in Dressur und Springen. Die Pferde werden ausgelost und von je drei Reitern aus verschiedenen Reitgruppen vorgestellt. Der Beste qualifiziert sich jeweils für die nächste Runde. Die erste Runde findet auf A-Niveau statt. Das Niveau steigert sich dann von einem kleinen L- über ein höheres L- bis zu einem M- Springen bzw. in der Dressur von einer Trensen- L über eine Kandarren-L bis hin zum Finale, einer M-Dressur. Manchmal gehen die Prüfungen sogar bis auf S-Niveau.
Genauso wichtig wie der sportliche Aspekt ist vor allem für die oft pgroße Fangemeinde der Reitgruppen, die gute Stimmung, insbesondere auf den abendlichen Partys. Hier wird getanzt und gefeiert!!!
Die Freitag- Party steht jeweils unter einem bestimmten Motto, so dass auch im Vorfeld Kreativität hinsichtlich des Verkleidung gefragt ist.
Natürlich können diese Turniere nicht alleine von den Studenten auf die Beine gestellt werden. So gilt der Dank allen Pferdebesitzern, Richtern, Anlagenbesitzern (Reitvereinen), Sponsoren, die Geld und Sachmittel zur Verfügung stellen, und natürlich den vielen Helfern vor und hinter den Kulissen.

Zusammenfassend können wir von der Studentenreitgruppe Marburg nur sagen, dass wir tolle Erfahrungen gemacht haben, und die ein oder andere Anekdote noch lange erzählen werden.
Lasst euch diesen Spass nicht entgehen!!!